19.07.03 Mariano Comense Open Air, Italien



Setlist:
King Leoric
Cry in the night
Revenge
Guardians of the King
Winternights
Age of Inquisition
Stormclouds
Final Rhyme
Breaking the mirror
Lords of chaos
Thunderforce
Gods of Heavy Metal

Paranoid
Whole lotta Rosie
Ace of Spades

Mariano Comense!!!

Wie hatten wir doch nach dem letzten Open Air dem diesjährigen entgegengefiebert!!!
Wieviel Heimweh kann eine kleine, geschundene Muckerseele ertragen? Wir, jene,
die den Namen KING LEORIC tragen, wir wissen es... Als wir in der Mitte dieses Platzes
standen und uns umsahen, zum dritten mal in unserem Leben, sagte Axel nur ganz, ganz
ehrfürchtig: "Der Metal kommt nach Hause!!!".

Dieses Mal aber war alles irgendwie anders: Niemand begrüßte uns, es war, als seien wir
bestellt. Unser großer Teddybär Metallo war am zocken mit anderen Italianos, alle anderen
(im Moment unseres Aufschlagens Anwesenden) waren andersweitig beschäftigt...
Alle? Nein... - einer sah uns sofort, stürmte auf uns los, brabbelte uns voll und
klopfte uns die Schultern so platt, daß es eigentlich keines Gigs mehr bedurft hätte,
um uns "plattzumachen": Unser guter, alter Freund Agentino... - der Mann, mit den
Pizzabäckerhänden...

... (mehr ab dieser Stelle im Italien-Report 2003 in Kürze...) ...

Dann war es soweit: 0.00h... - Audienz des Königs!!!
Fabio sagte uns noch ganz kurz an. Hätte ich auch selber machen können: "Gienti,
Attenzione! Terza volta dalla Germania... - King Leoric!!!" - "Leute, aufgepaßt, zum dritten
mal hier: King Leoric!!!" Allerdings hätte ich wohl kaum solch eine Reaktion gehabt, denke ich.

Vom ersten Song an waren sie wieder da, die zehn Reihen, von denen ich schon beim letzten M.C.O.A.
berichtete. "King Leoric is rising" - von uns Accy erst zu DER Maiden-Nummer gemacht seinerzeit -
schlug ein, wie eine Bombe. Unser Lumpie hatte Not, irgendwie knipsen zu können. Dann, bei den neuen,
noch unbekannten Trax von THUNDERFORCE ebbte der Mob ETWAS ab...

Die italienischen Freunde feiern eine Band anders ab, als hier in Deutschland: Wer seinen Arsch
bewegt, bekommt auch Applaus. Wer seinen Arsch ganz doll bewegt, der bekommt ganz doll Applaus.
Wer sich auf der Bühne wie eine Wildsau benimmt, dem ist die Heiligsprechung sicher...!!!

Und so rockten wir das THUNDERFORCE-Programm auch locker runter.
Wie die losgelassenen Wildsäue!
Nico prügelte das gestellte Schlagzeug so, als solle es kaputtgehen, Accy solierte, als wolle
er sich als Vierter bei den Eisernen bewerben, ich dröhnte mich fröhlich durch die Tiefton-
passagen und sang noch dazu, wie Jesus Junior (ein junger Gott)... - und Patsche???
Patsche knüppelte sich frohesten Mutes mit erhobener Nase so durch die Songs, als wollten
uns die Bilder heute eine Message an seine liebe Frau Alex sein, die besagen: "Sieh her,
geliebte Frau! Dies Jahr nochmal allein, aber das nächste Jahr, da kommst Du mit!!!"
Im Übrigen königlich befürwortet...

Eine Band, wie eine Panzerfaust!!!

Mein Gott, hat die Meute uns
an diesem Morgen (war ja schon nach 0.00h...) geliebt. Nach Hause ging niemand. Ganz im
Gegenteil: Nach authentischen Berichten zufolge starrten alle 3000 Menschen, die diesen Abend
den Weg zum "Ronco Grande" gefunden hatten, nur zur Bühne, und bewunderten uns. Uns, die
"kleine" Band aus Wolfenbüttel, die dem Publikum in gebrochenem Italienisch mehr Applaus
zu geben versuchte, als sie bekam... - von dieser Meute schier nach Metal ausgehungerter
Berserker... Den Höhepunkt setzte dann unser Hoflump: Auf die Bühne krabbelnd suchte er
die vor der Bühne Stehenden zu dirigieren. Alle auf einen Haufen. Dies geglückt, sprang er
ihnen fröhlich auf die Mütze... - und ward getragen wenigstens 15 Meter weit...

Verdammt, Mariano 2003 war supergeil. Da scheißen wir auf so manch großes Festival zur
Kasperzeit. Da unten weiß man uns zu schätzen, dort respektiert man den König!!!

Hier noch ein fettes Hail der Crew von Mariano,
und ein fettes Hail an Ingo, Nicole und, klar, dem Hoflumpen...
















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