11.02.2017, Gifhorn, H1, DE


11.02.2017, Gifhorn, H1, DE

REVIEW


"Gifhorn ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten des Landes
Niedersachsen und eine selbständige Gemeinde. Mit etwa 41.000 Einwohnern bildet
Gifhorn eines der Mittelzentren des Landes, geprägt durch die geringe Entfernung
zu den Industrie- und Handelszentren Braunschweig und Wolfsburg." - Wikipedia


Ein Mittelzentrum zwischen zwei Handelszentren... Beeindruckend! Nun hatten
wir schon sooo oft hier gespielt, aber das wußten wir nun doch noch nicht.
Und noch dazu liegt das H1, also der von uns genannte "geilste Club der Welt",
auch noch mitten im Zentrum dieses Mittelzentrums... :-)
Da drängt sich einem ja die Frage förmlich auf, ob das H1 vielleicht der so oft
zitierte "Nabel der Welt" sein könnte... ? Wer weiß das schon...

Na, vielleicht gilt das nicht generell für die Welt, aber für uns an diesem Samstag
schon. Für uns war das H1 heute der Nabel der Welt, hier sollte zu später Stunde
ordentlich gerockt werden.

Geneigte und langjährige Leser wissen, daß wir hier nun schon zum neunten Male zum
Tanz aufspielten, und daß uns mit diesem Club sehr viel verbindet. Hier feierten
wir unsere Jubiläen zu 10 und 15 Jahren King Leoric, hier hielten wir die Release-
party für die "Lingua Regis" ab. Hier hatte Marvin seinen ersten Gig mit uns.
Das H1 ist für uns halt der Laden für die besonderen Sachen. Und für dieses mal
hatten wir etwas ganz besonderes vor: "Silent stage"...

"Silent stage" bedeutet, daß die Band ohne eigene Backline Boxen auf die Bühne geht,
und alles nur über die Monitore beschallt wird. Das ist definitiv nicht minder laut,
aber bei der Schlepperei fällt einiges weg. Hier braucht es allerdings einen sehr fähigen
Techniker, da man nicht mehr die Möglichkeit hat, sich selbst on stage ein kleines bisschen
nachzuregeln. Das muß der Mixer hinbekommen, sonst geht es in die Hose.

Das mit dem Mixen war eigentlich noch nie unser Problem, Accy stellt ja immer eine
Konstellation ein, die dann auch wirklich funzt. Das ham wir drauf. Aber die Zeit
beim Aufbau, na Heimatland! Noch ein Kabel und noch ein Kabel und noch ein Kabel... :-(
Einen kurzen Moment dachten alle: "Eigentlich war Amp-Schleppen gar nicht so schlimm".

Der wirkliche Vorteil entsteht allerdings dadurch, daß jeder Musiker nur seinen eigenen,
genau für ihn eingestellten Monitor hat. Früher hat man sich oft in einem Gewaber aus
so ziemlich allen Amps auf der Bühne wiedergefunden, und alles dröhnte durcheinander.
Heute ist das wesentlich differenzierter.

Nun waren wir also nach ganzen 3h Aufbau endlich soweit, unseren ersten "Silent stage" Gig
mit eigener Anlage zu bestreiten. Mittlerweile war das H1 auch schon proppenvoll, denn
wenn auf der Karte steht "19.00h", dann kommen die Zuhörer auch um 19.00h... Wobei man schon
zugeben muß, daß Soundcheck mitten im Publikum anstrengend ist.

Gegen 21.15h konnten wir dann endlich loslegen, und der Sound war einfach fantastisch! Es war
zwar ordentlich laut auf der Bühne, aber aufgeräumt laut, und nicht so ein Matsch. Bombenjob...

Das Publikum im H1 setzte sich zusammen aus ganz vielen Treuen, die uns schon vielfach
gesehen haben, und einigen Zuschauern, die das erste mal dabei waren. Aber egal wen, wir konnten
sie heute abend alle erreichen... Das H1 fing relativ schnell an zu brodeln, Pommesgabeln,
Fäuste und Biergläser wurden in die brütend schwüle Kneipenluft gereckt, die alten Songs wurden
begeistert mitgesungen, und die neuen in freudigem Gefallen abgefeiert.

Ein einziger Triumph! War das geil... !!!

Diese Tatsache wird vor dem Hintergrund, daß wir etliche brandneue Songs, die es noch nicht auf
eine CD geschafft haben, präsentierten, noch eindrucksvoller. Getreu nach dem Spruch, der
manchem (neidischen) Weggefährten gern über die Lippen geht: "Wenn man bei Euch den ersten
Refrain gehört hat, kann man den zweiten schon direkt mitsingen...", walzten die neuen Werke
munter da in den Ohren der Zuschauer weiter, wo die alten aufgehört hatten.
Und so feierten wir eine Party, die es mehr, als in sich hatte.

Leider war nach knapp zwei Stunden der letzte Song dann verklungen, denn "Papa König" Jensi
versagten die Arme krampfend den Dienst. Aber da wir unser geplantes Set doch fast komplett
hatten runterspielen können, und das Publikum einen ziemlich glücklichen Eindruck machte,
kann man diese Show mit einem Zitat von Heinz "Heinser" Strunk am treffendsten beschreiben:

"Saugeil abgeliefert!!!"

Danke nochmal an Holgi und die Crew, daß wir hier wieder wüten durften.
Wir sehen uns hier wieder, versprochen. Mit neuen Songs, neuen Gimmicks und neuem Durst...:-)

Und wieder einmal:
Prost... ;-)














































Die Pix sind alle von Olaf.
Dankeschön...!!!

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