21.10.11 Lecco (I), Officina della Musica


Setlist:
King Leoric is rising
Awaiting armageddon
Guardians of the King
Cry in the Night
Last Words
Thunderforce
Master of the Kings
Father mine
Lingua regis
Heavy metal sons
Last in line
Gods of Heavy Metal

21.10.11 Lecco (I), Officina della Musica

Und wieder pfiff das Murmeltier, nur diesesmal das europäische... ;-)
Endlich sollte es dieses Jahr mal wieder zu unseren Freunden nach Italien
gehen. Zum mittlerweile 6. mal...

Es war nun 10 Jahre her, daß wir anno 2001 das erste mal in Italia gezockt
hatten. Das war schon ein kleines Jubiläum, und mindestens ein paar Peronis
wert, aber als kleines Sahnehäubchen kehrten wir in diesem Jahr auch noch an
jenen Ort zurück, in dem damals alles angefangen hatte: Lecco...

Zwar existierte das "La Tasca" nicht mehr, aber mit der "Officina della Musica"
hatte man eine weitere wirklich gute Location am Start.

Die Officina ist eine Art städtische Einrichtung, die den Kids ein großes Gebäude
mit etlichen Proberäumen, einem internen Aufnahmestudio sowie einer recht großen
Konzerthalle stellt. So etwas ist immer zu begrüßen. Die Räumlichkeiten sind alle
sehr gut, sauber, alles sehr professionell...

Letztendlich ist aber die Halle etwas sehr groß, fasst sie doch locker bis zu 800
Leute. Wenn dann allerdings nur 30-40 erscheinen, so wirkt das dann doch eher leer...

Nun ja, man kann auf viele Arten und Weisen beeindrucken. In den meisten Fällen
beeindrucken Bands dadurch, kein Lampenfieber vor großen Zuschauermengen zu kennen.
Das ist eigentlich ganz einfach: Man muß sich selbst nur am geilsten finden und
verbliebene Selbstzweifel durch Promille ersetzen. Beim ersten Jubel der Massen
bekommt die Sache eine erstaunliche Eigendynamik... :-)

Eine ganz andere, viel tapferere Art des Beeindruckens ist allerdings die, sich
auch dann den Arsch aufzureißen auf der Bühne, wenn nur ganz wenige Zuschauer da sind.
Natürlich ist ein Applaus von 3000 Zuschauern intensiver, als einer von nur 30 Gästen.
Und auch der Adrenalinfluß ist ein ganz anderer. Aber darf man als Band dann mit Halbgas
fahren? Die paar Zuschauer, die vor der Bühne auf mich warten, auch noch mit minderer
Leistung dafür abstrafen, daß andere Leute zu Hause geblieben sind?

NEIN! Das darf ich nicht! Viele Bands machen das zwar, weil sie in einem Gig nur die
Selbstdarstellung sehen. Wir aber murmeln uns auch dann wie eine Abrißbirne durch
den Set, wenn nur ein einziger Fan allein vor der Bühne steht. Denn der hat es verdient!

Und so zockten wir unseren ersten Italo-Gig dieses Jahr also vor 40 Leuten mit voller
Hingabe runter, und die 40 Nasen waren auch alle total happy.

Vor allem darüber, daß wir exklusiv für sie alles gegeben hatten...

Nettes Warm Up, am nächsten Tag sollte es ganz anders krachen...

A presto!













Pix by Sternchen

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